# Was misst die Auswertung, und was nicht?

Das Programm sagt, was laufen soll. Die Auswertung sagt, was zu sehen war: Jede Ausspielung wird am Display gemessen, nach einer Regel mit genannter Fassung beurteilt und, wo ein Publikum hinterlegt ist, in Kontakte umgerechnet. Jede Zahl sagt dazu, ob sie gemessen, abgeleitet oder modelliert ist.

> **Typ:** konzept
> **Für wen:** Alle, die wissen wollen oder belegen müssen, was gelaufen ist, vom Laden, der seinen Schaufensterbildschirm prüft, bis zum Werbepartner, der einen Nachweis erhält.
> **Voraussetzung:** Das Recht **Freie Abfragen ausführen**, in den Vorgaben bei **Inhaber** und **Manager**.
> **Ort im Portal:** **Auswertung**

## Vier Stufen, jede auf der vorigen

Die kleinste Einheit ist die **Ausspielung**: ein Inhalt, einmal, auf einem Display, von Beginn bis Ende. Inhalt ist eine Szene, ein Medium, das Motiv einer Werbekampagne oder der Lückenfüller eines Werbeblocks. Läuft eine Szene, ein Medium oder ein Lückenfüller länger, meldet das Display ihn in Abschnitten von höchstens fünf Minuten, und jeder Abschnitt zählt als eigene Ausspielung. So steht auch ein Inhalt, der den ganzen Tag läuft, nach wenigen Minuten in der Auswertung, und bricht die Anzeige ab, fehlen davon nur die letzten Minuten. Die Sendezeit bleibt dieselbe. Motive einer Werbekampagne werden nie geteilt. Das Display meldet, was es tatsächlich gezeigt hat, nicht, was geplant war: Fällt es auf eine andere Szene zurück, steht diese Szene in der Messung. Dazu meldet es die Umstände jeder Ausspielung: ob das erste Bild erschien oder ein Fehler die Fläche leer ließ, wie lange die Anzeige verdeckt war, welche Datei es zeigte, wie weit seine Uhr von der des Servers abwich. Getrennt davon meldet es, ob der Fernseher an oder in Bereitschaft war und wann es überhaupt aufgezeichnet hat.

Auf dem Server beurteilt die **Gültigkeitsregel** jede Ausspielung. Eine **gültige Ausspielung** hat alle Bedingungen der Regel erfüllt, jede andere trägt den ersten Grund, an dem sie scheiterte. Aus gültigen Ausspielungen und dem Publikum eines Standorts entstehen **Kontakte**: modellierte Gelegenheiten eines Menschen, eine Ausspielung zu sehen. Die vierte Stufe, die **Wirkung** als Vergleich des Abverkaufs, gibt es im Portal noch nicht.

![Eine Ausspielung wird am Display gemessen, die Gültigkeitsregel in Fassung 1 macht daraus gültige Ausspielungen, das Kontaktmodell in Fassung 1 daraus Kontakte, und die Wirkung als Vergleich des Abverkaufs folgt später](/de/docs/analytics/bilder/5775d4cd-four-stages.svg)

*Jede Stufe baut auf der vorigen auf und verändert sie nicht. Eine neue Fassung der Regel rechnet die Stufen darüber neu, die gemessenen Ausspielungen bleiben, wie sie gemeldet wurden.*

Ein Motiv, das dreimal zehn Sekunden lief, sind drei Ausspielungen und dreißig Sekunden **Sendezeit**. Die Sendezeit ist die Summe der Dauer gültiger Ausspielungen. Überschneiden sich zwei Ausspielungen an ihrer Grenze, zählt die gemeinsame Zeit nur einmal, in der Auswertung wie im Nachweis. Wer Werbeplätze verkauft, rechnet in Ausspielungen, wer den Betrieb beurteilt, in Sendezeit und **Verfügbarkeit**: dem Anteil der Planzeit, in dem das Display sichtbar lief.

## Die Gültigkeitsregel, Fassung 1

Die Regel prüft der Reihe nach. Das erste Urteil, das zutrifft, gilt.

| Urteil | Wann |
|---|---|
| **Wiedergabefehler** | Das erste Bild erschien nicht, oder ein Fehler ließ die Fläche leer. |
| **falscher Inhalt** | Bei einem Motiv: Das Display zeigte nicht die freigegebene Datei, das Motiv ist nicht freigegeben, oder es gehört nicht zu den Motiven der Buchung. |
| **Panel aus** | Der Fernseher war mehr als ein Zehntel der Dauer in Bereitschaft. |
| **nicht sichtbar** | Die Anzeige war mehr als ein Zehntel der Dauer nicht im Vordergrund, etwa unter einem Menü des Fernsehers, oder bis fast schwarz abgedunkelt (Software-Dimmung auf höchstens fünf Prozent). |
| **Zone zu klein** | Bei einem Motiv: Die Fläche war kleiner als der Mindestanteil der Buchung, als Vorgabe ein Viertel des Bildschirms. |
| **zu kurz** | Bei einem Motiv: Die Ausspielung lief kürzer als 90 Prozent der gebuchten Spotlänge. Ein Video muss zudem bis zu seinem Ende gelaufen sein oder den Platz gefüllt haben. |
| **außerhalb der Buchung** | Bei einem Motiv: Der Beginn lag außerhalb von Zeitraum oder Tagesteilen der Buchung. |
| **außerhalb des Plans** | Bei einem Motiv: Die Planung sah für dieses Display in dieser Stunde keine weitere Ausspielung der Buchung vor. Es zählen höchstens die geplanten Ausspielungen und zwei mehr, die frühesten zuerst. Ohne Planung in der Stunde zählt keine, etwa auf einem Display außerhalb der Zielauswahl. |
| **Uhr unzuverlässig** | Das Display hatte keine Zeitquelle, seine Uhr wich mehr als fünf Sekunden ab, oder zwei seiner Ausspielungen überschneiden sich um mehr als zwei Sekunden. Ein Display zeigt nie zwei Dinge zugleich, die Zeitangaben widersprechen sich. |
| **gültig** | Keine der Bedingungen schlug an. |

Eigene Inhalte, also Szenen, Medien und Lückenfüller, prüft die Regel nur auf Wiedergabefehler, Panel, Sichtbarkeit und Uhr. Bis das Urteil fällt, steht eine eingetroffene Ausspielung als **wird geprüft** da, meist wenige Minuten.

Gezählt wird nur, was die Planung vorsah. Sie rechnet für jede Buchung je Display und Stunde, wie viele Ausspielungen dort laufen sollen, und hält das fest, sobald die Stunde beginnt. Eine neue Buchung zählt deshalb ab der nächsten vollen Stunde nach dem Buchen.

Ändern Sie eine laufende Buchung oder ein Motiv, etwa die Tagesteile, den Mindestanteil der Fläche oder den Pflichttext, gilt das für Ausspielungen danach. Was schon ein Urteil trägt, bleibt nach den Bedingungen beurteilt, unter denen es lief. Ändern kann ein solches Urteil nur noch, was das Display selbst misst: Wiedergabe, Panel, Sichtbarkeit und Uhr, etwa wenn der Zustand des Fernsehers später gemeldet wird.

Meldet ein Fernseher seinen Zustand nicht, weil er weder über HDMI-CEC noch über DDC/CI antwortet, zählen seine Ausspielungen als gültig. Sie stehen aber gekennzeichnet da, als **ohne Panelbestätigung**, im Tagesverlauf wie im Nachweis: [Bildschirmsteuerung über HDMI](/de/docs/devices/about-hdmi-control).

## Gemessen, abgeleitet, modelliert

Jede Zahl der Auswertung trägt ihre Klasse. Ein gefüllter Kreis mit **G** steht für gemessen, ein Ring mit **A** für abgeleitet, ein gestrichelter Ring mit **M** für modelliert, und modellierte Zahlen tragen zusätzlich ein ≈.

| Klasse | Was sie heißt | Beispiele |
|---|---|---|
| **G** gemessen | am Display erhoben | Ausspielungen, gültige Ausspielungen, Sendezeit, sichtbare Zeit, Erfassungslücke, Nachgemeldet, Wiedergabefehler, erreichte Standorte |
| **A** abgeleitet | aus gemessenen Zahlen und dem Plan gerechnet | Planzeit, Verfügbarkeit, Soll-Ausspielungen, Erfüllungsgrad, Pacing, Ausfallquote, Anteil am Bildschirm, Auslastung |
| **M** modelliert | aus einem Modell mit genannter Quelle | Kontakte, Kontaktwert |

Gemessene und modellierte Zahlen stehen nie in einer Summe. Wer einem Werbepartner Kontakte nennt, nennt die Güte ihrer Daten mit: [Werbefläche und Publikum pflegen](/de/docs/advertising/set-ad-space-and-audience).

## Planzeit: wann ein Display zeigen soll

Die **Planzeit** ist die Zeit, in der ein Display laut Öffnungszeit und Programm zeigen soll, ohne Sendepause. Ein Laden, der nachts geschlossen ist, hat nachts keine Planzeit und deshalb auch keine Lücke. Ohne hinterlegte Öffnungszeiten rechnet die Auswertung die Planzeit allein aus dem Programm. Die Öffnungszeiten pflegen Sie am Standort: [Standorte anlegen und Displays zuordnen](/de/docs/displays/create-locations).

Gerechnet wird mit dem Programm, das zur Zeit galt, nicht mit dem heutigen. Jede Änderung an Programm, Übersteuerung oder Playlist hält den Plan der nächsten 48 Stunden fest, und vergangene Stunden werden nie umgerechnet. Die Öffnungszeiten folgen dagegen dem heutigen Stand des Standorts.

## Wo die Messung endet

- **Die Bildschirmaufnahme zeigt die Ausgabe der Anzeige, nicht das Panel.** Videos, die ein Gerät auf einer eigenen Ebene abspielt, fehlen darin, und ein Fernseher in Bereitschaft sieht auf der Aufnahme aus wie einer, der zeigt. Was das Panel tat, sagt die Messung des Panels.
- **Das Display signiert, was es meldet, mit einem Schlüssel, der als Datei auf dem Gerät liegt.** Die Signatur belegt, dass ein Stapel von diesem Gerät kam und danach nicht verändert wurde. Gegen ein Gerät, das jemand selbst verändert hat, schützt sie nicht. Web-Displays haben keinen Geräteschlüssel, ihre Meldungen stehen als ohne Signatur da.
- **Ohne CEC oder DDC/CI kein Panelzustand.** Ausspielungen solcher Displays zählen und stehen als ohne Panelbestätigung da.
- **Kontakte sind ein Modell.** Sie rechnen mit Besuchern je Stunde, Verweildauer und Platzierung, nie mit Personen vor dem Display. Displays haben weder Kamera noch Sensoren, die Personen erfassen.
- **Die Besucher sind Angaben des Standorts.** Auch die Güten A und B folgen aus Zählung, Messkoffer oder Kassenbons, die der Standort selbst einträgt. Szenera prüft diese Angaben bisher nicht nach: [Werbefläche und Publikum pflegen](/de/docs/advertising/set-ad-space-and-audience).
- **Gemessen wird ab der Fassung der Anzeige, die Ausspielungen einzeln meldet.** Halten Sie Ihre Geräte aktuell: [Updates](/de/docs/devices/about-player-updates).

## Was daraus folgt

- Wo nichts gemeldet wurde, steht nie eine Null, sondern eine Lücke: [Warum ist eine Lücke keine Null?](/de/docs/analytics/about-gaps)
- Alle Tage und Stunden stehen in der Zeitzone Ihrer Organisation. Der Kopf der Auswertung nennt sie mit **Zeiten in …**.
- Die einzelnen Ausspielungen bleiben 13 Monate erhalten, die Stundenwerte 25 Monate, die Tageswerte unbefristet. Nachweise bewahrt Szenera zehn Jahre auf.
- Weicht eine Zahl von Ihrer Erwartung ab, ist das ein Befund über die Wirklichkeit: [Den Tag eines Displays prüfen](/de/docs/analytics/check-display-history).
