Was misst die Auswertung, und was nicht?
Absicht gegen Wirklichkeit: Abspielzeit und Einblendungen, am Gerät gemessen — mit Messgrenze, Verfügbarkeit und drei Sichten auf dieselbe Messung.
3 Minuten LesezeitAuswertungStand: 20.10.2026
Auf dieser Seite
Bevor Sie loslegen
- Für wen
- Alle, die wissen wollen oder belegen müssen, was gelaufen ist.
- Voraussetzung
- Ein Konto in Ihrer Organisation mit dem Recht, Auswertungen zu lesen.
- Ort im Portal
- Auswertung › Überblick
Das Programm sagt die Absicht, die Auswertung sagt die Wirklichkeit. Gemessen wird am Gerät, Sekunde für Sekunde: Was hier steht, hat ein Bildschirm wirklich gezeigt.
Absicht gegen Wirklichkeit
Ein Programm plant, was laufen soll. Ob es lief, weiß nur das Gerät am Ort. Es misst selbst und meldet, was zu sehen war. Ein Bildschirm, der später angeht als geplant, ein Gerät ohne Netz, ein übersprungener Inhalt: All das steht in der Wirklichkeit und nicht im Programm.
Der Reiter Displays stellt beides nebeneinander. Die Spur Soll (Zeitplan) kommt aus dem Programm, die Spur Ist (Messung) aus der Messung am Gerät. Die Abweichung ist Ist minus Soll.
Abspielzeit und Einblendungen
Die Abspielzeit ist die gemessene Anzeigedauer, also die Summe der Sekunden, die ein Inhalt sichtbar war. Einblendungen zählt jeden Beginn einer Szene, eines Elements oder Motivs.
Ein Motiv, das dreimal dreißig Sekunden lief, ist etwas anderes als eines, das neunzig Sekunden am Stück stand: dieselbe Abspielzeit, drei statt eine Einblendung. Wer Werbeflächen belegt, rechnet in Einblendungen; wer den Betrieb beurteilt, in Abspielzeit. Die Kennzahl Ø Anzeigedauer je Einblendung ist Abspielzeit geteilt durch Einblendungen.
Zwei weitere Zahlen werden gern verwechselt: Die Verfügbarkeit ist die beobachtete Zeit seit Messbeginn, in der die Displays erreichbar waren, und ausdrücklich nicht die Abspielzeit. Die Gemeldete Betriebszeit ist der Anteil der beobachteten Zeit, den die Geräte selbst als Betrieb gemeldet haben.
Die Messgrenze
Die Abspielzeit wird von Anfang an gemessen, Medien und Einblendungen erst, seit Ihre Geräte die dafür nötige Fassung tragen. Vorher gab es diese Angaben nicht. Das Dashboard nennt die Grenze unter seinen Karten: Gemessen ab Datum. Frühere Tage sind nicht erfasst.
Jede Sicht, die Medien oder Einblendungen zeigt, nennt deshalb ihre Grenze: Einzelne Medien werden seit dem … gemessen. Für die Zeit davor weist die Auswertung die Playliste aus, nicht das einzelne Motiv. Melden Ihre Geräte die Angaben noch gar nicht, steht dort stattdessen: Ihre Geräte melden einzelne Medien und Einblendungen noch nicht. Die Spalte bleibt dann leer, statt eine Null zu zeigen, die wie „lief nicht“ aussähe. Ältere Geräte tragen im Reiter Technik den Vermerk ohne Motivmessung; ihre Stunden erscheinen im Nachweis als Playlisten-Zeile.
Drei Sichten auf dieselbe Messung
Szenen, Playlisten und Medien sind drei Sichten auf dieselbe Messung. Eine Sekunde kann in allen dreien stehen: als Sekunde der Szene, der Playliste darum herum und des Motivs darin. Die drei Zahlen addieren sich deshalb nicht.
Was daraus folgt
- Wo nichts gemessen wurde, steht nie eine Null, sondern ein Strich: in der Stundenzeile mit dem Klartext Nicht gemessen, unter einer Kachel mit dem Hinweis noch nicht gemessen. Ein frisch angeschlossener Bildschirm hat keine Verfügbarkeit von null Prozent, er hat noch keine.
- Alle Tage und Stunden werden in der Zeitzone Ihrer Organisation gelesen. Der Kopf der Auswertung nennt sie mit Zeiten in …, und jeder Nachweis trägt sie ebenfalls.
- Der Tagesverlauf bleibt unbefristet erhalten. Das Stundenraster wird nach einer festen Frist geräumt.
- Weicht eine Zahl von Ihrer Erwartung ab, ist das ein Befund über die Wirklichkeit und kein Fehler der Messung.
Weiterführendes
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